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Sicherheitshinweis

Diese Fahrräder die hier unten beschrieben werden, sind nicht zu verwechseln

mit Rädern aus dem Bau- oder Supermarkt die nicht für diese Belastungen

ausgelegt sind, die dieser Sport mit sich bringt.  




<<< selbst gestandene Downhill Bikes können an ihre Belastungsgrenze kommen.

Die Mountainbike Kategorien

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Mountainbike ist ein Oberbegriff, unter welchem sehr unterschiedliche Räder angeboten werden. Die wichtigste gemeinsame Eigenschaft ist die Geländetauglichkeit, die nicht zuletzt durch breite Fahrradreifen und eine spezielle Rahmenform deutlich sichtbar wird. Die verschiedenen Bike Kategorien auseinander zu halten, ist manchmal nicht leicht. Das Hersteller ihre Bikes unterschiedlich bezeichnen und immer wieder verschiedene Unter-Kategorien bilden, macht das ganze komplizierter. Es gibt Bikes, die haben hinten einen festen Rahmen und eine Starr- oder Federgabel. Diese Bikes bezeichnet man als Hardtail, das Gegenstück dazu hat einen Gefederten Hinterbau und Federgabel und werden als Fully bezeichnet.

Dirt Bike / Slopestyle Bike

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Diese Fahrräder sind Sportgeräte und zur normalen Fortbewegung kaum geeignet.

Dirt Bikes haben in der Regel keine Gangschaltung (Singlespeed) und hinten nur eine kleine Scheibenbremse mit max. 160 mm Scheiben Durchmesser.

Die Federung ist Hart eingestellt, bietet zum normalen Fahren wenig Komfort.

Eingesetzt werden Dirt und Slopestyle Bikes überwiegend zum Springen über Dirtsprünge.

Es werden meist hohe Sprunghöhen erreicht um Zeit für Tricks wie `Superman´ oder `Can Can´ zu haben.

Slopestyle Bikes werden oft auch zu 4 Cross Rennen genommen und haben eher eine Schaltung mit kleiner Abstufung um schneller fahren zu können.

Merkmale:

Laufradgröße: 24 oder 26 Zoll. Manche Fahrer mischen die Reifengrößen: vorne 26 Zoll und hinten 24 Zoll.

Federweg: Gabel 80 bis 130 Millimeter. Slopestyle Bikes hinten bis 120 mm Federweg.

Gewicht: Niedrig, 10 bis 12,5 Kilogramm.

Material: Cromostahl oder Aluminium. 

Lenkwinkel: Flach, zirka 69 bis 72 Grad.

Sitzposition: Ein sehr steil nach hinten abfallendes Oberrohr und kurzen Vorbau von max. 50 mm, eher kürzer, lassen fahren in sitzender Position nicht zu.

Lenkerbreite: Sehr breit, bis zu 800 Millimeter.

Reifen: 2,2 bis 2,4 Zoll, meistens sehr wenig profiliert mit sehr viel Luftdruck.

Pedale: Plattform. 

Cross Country

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Das Cross Country Mountainbike wird in erster Linie auf unbefestigten Wegen benutzt.

Ein besonderes Augenmerk muss bei diesen Rädern auf die Bremsen gelegt werden;

am beliebtesten sind Hydraulische Scheibenbremsen, gelegentlich werden auch sehr gute V-Bremsen verbaut. Der Fahrer nimmt auf einem Cross Country Mountainbike eine eher gestreckte Sitzposition ein. 

Merkmale:

Laufradgrößen: 29 Zoll überwiegen, ansonsten 27,5 Zoll bei kleinen Rahmengrößen. 26 Zoll spielt fast keine Rolle mehr.

Federweg: meist Hardtails mit oder ohne Federgabel, Federweg 90 bis 120 Millimeter.

Gewicht: relativ gering, etwa 9 bis 10 Kilogramm bei Carbon, 10 bis 12 Kilogramm bei Aluminium.

Material: Carbon oder Aluminium.

Lenkwinkel: zirka 70 Grad.

Sitzposition: gestreckte Sitzposition, langer Vorbau.

Lenkerbreite: relativ schmal, bis zu 720 Millimeter.

Reifen: normalerweise etwas schmaler als bei den AMB, etwa 2,2 Zoll.

Pedale: überwiegend Klickpedale.

All Mountain

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Das All-Montain Mountainbike heißt übersetzt “Fahrrad für alle Berge”. Benutzt wird es häufig von Bikern, die Fahrradtouren im Gebirge unternehmen. Die Sitzposition ist bei einem All Montain Bike zwischen einer gestreckten und einer aufrechten Position anzusiedeln. Im Radsport werden All-Mountain Mountainbikes eher selten eingesetzt.   

Dank ausgeklügelter Antriebseigenschaften wippt Bergauf der Hinterbau kaum. Bergab liegt dieses Mountainbike satt auf der Strecke und kann seinen Federweg voll ausspielen. 

Merkmale:

Laufradgrößen: 27,5 und 29 Zoll.

Federweg: Gabel und Dämpfer 120 bis 150 Millimeter.

Gewicht: relativ gering, 12 bis 14 Kilogramm.

Material: Carbon oder Aluminium. 

Lenkwinkel: zirka 66 bis 67,5 Grad.

Sitzposition: im Vergleich zum CCB eher kürzeres Oberrohr, dadurch aufrechtere Sitzposition.

Lenkerbreite: im Vergleich zum CCB breiterer Lenker, etwa 700 bis 760 Millimeter.

Reifen: in den meisten fällen sind 2,35 Zoll ausreichend.

Pedale: Klickpedale und Plattform.


Besonders zu achten ist auf eine absenkbare Gabel und eine, vom Cockpit bedienbare Vario-Sattelstütze.

Enduro Bikes

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Enduro Mountainbikes zeichnen sich in ihrer Verwendbarkeit dadurch aus, dass sie besonders für das Bewältigen steiler Steigungen geeignet sind und stecken einen Bikepark Besuch locker weg. Das Fahrwerk kann üblicherweise vom Fahrer selber eingestellt werden. Die Reifen sind sehr breit und besitzen ein überdurchschnittlich starkes Profil. Als Bremsen kommen ausschließlich Hydraulische Scheibenbremsen zum Einsatz. Anders als bei ein Freerider können mit ein Enduro Mountainbike auch längere Strecken bergauf problemlos gemeistert werden.

Merkmale:

Laufradgrößen: 26 Zoll, 27,5 Zoll sind stark im kommen.

Federweg: Gabel und Dämpfer 160 bis 170 Millimeter.

Material: Carbon oder Aluminium. 

Gewicht: im Vergleich zum AMB höher, 13,5 bis 16 Kilogramm.

Lenkwinkel: im Vergleich zum AMB meist flacherer Lenkwinkel, etwa 65 bis 66 Grad.

Sitzposition: im Vergleich zum AMB tendenziell kürzeres Oberrohr und kurze Vorbauten von max. 50 mm eher kürzer, dadurch aufrechtere Sitzposition, gefühlt sitzt man „im Bike“ und nicht auf dem Bike.

Lenkerbreite: bis zu 800 Millimeter.

Reifen: 2,35 bis 2,5 Zoll.

Pedale: Plattform oder Klickpedale.


Besonders zu achten ist auf eine vom Cockpit bedienbare Vario-Sattelstütze.

Freerider

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Freerider Mountain Bikes werden in erster Linie in Bikeparks eingesetzt, zu denen nicht zuletzt schwierige und gewagte Sprünge gehören. Alle Freerider sind besonders für steile Abfahrten im Gelände geeignet, lassen nur bedingt den Aufstieg auf steile Berge zu. Im Gegensatz zum Downhiller haben Freerider meist eine einfache Gabel (keine Doppelbrücke) verbaut, dadurch ist das Bike etwas leichter. Beim Freeride geht es nicht darum möglichst schnell eine Strecke zu fahren sondern mit der Strecke zu Spielen z.B. Sprünge, Drops, Tabletops und Whip.  Erforderlich sind bei diesen Bikes ein sehr stabiler Rahmen, viel Federweg und eine große Bremsanlage.

Merkmale:

Laufradgröße: 26 oder 27,5 Zoll. Manche Anbieter mischen die Reifengrößen: vorne 27,5 – hinten 26 Zoll.

Federweg: Gabel und Dämpfer 180 bis 200 Millimeter.

Gewicht: relativ hoch, 15 bis 17,5 Kilogramm.

Material: Carbon oder Aluminium. 

Lenkwinkel: flach, zirka 63 bis 64,5 Grad.

Sitzposition: meist kurzes Oberrohr und kurzen Vorbau von max. 50 mm eher kürzer - dadurch aufrechte Sitzposition für maximale Kontrolle.

Lenkerbreite: sehr breit, bis zu 800 Millimeter.

Reifen: 2,4  bis 2,8 Zoll, vorne oft eine Nummer größer.

Pedale: Plattform oder Klickpedale. 

Downhill Bikes

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Ein Downhill Mountainbike ist besonders für steile und bockige Abfahrten im Gelände und Bikeparks mit Lift geeignet. Die Bauart dieser Räder lässt das Bergauf-Fahren allerdings kaum zu. Diese Biks sind verhältnismäßig schwer, eine nach hinten versetzte, extrem kurze Geometrie und viel Federwege würden den Spaß bergauf gründlich vermiesen. Es sind spezielle Doppelbrücken-Federgabeln erforderlich, welche der extrem hohen Belastung beim Einsatz dieser Räder gerecht werden. Downhill Mountainbikes kennen nur ein Ziel – den schnellsten und kürzesten Weg ins Tal!

Merkmale:

Laufradgröße: 26 oder 27,5 Zoll. Manche Anbieter mischen die Reifengrößen: vorne 27,5 – hinten 26 Zoll.

Federweg: Gabel 180 bis 200 Millimeter, der Dämpfer bis 240 Millimeter.

Gewicht: relativ hoch, 12 bis 19 Kilogramm.

Material: Carbon und Aluminium.

Lenkwinkel: flach, zirka 63 bis 64,5 Grad.

Sitzposition: kurzes Oberrohr - dadurch aufrechte Sitzposition für maximale Kontrolle.

Lenkerbreite: sehr breit, bis zu 800 Millimeter.

Reifen: 2,4 bis 2,8 Zoll, vorne meist eine Nummer größer.

Pedale: Plattform oder Klickpedale.


Bei uns im Park

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Bei uns im Park sind alle Arten von Bikes anzutreffen.

Die jüngeren kommen mit ihren BMX Rädern, das kleinste hat eine Radgrösse von 16 Zoll, genauso auf ihre Kosten wie die Erwachsenen mit ihren grossen schweren Downhill Bikes.


Es ist jedoch schwer zu sagen mit welcher Bike Kategorie am besten bei uns zu fahren ist.

Viele haben mehr als ein Bike und kommen abwechselnd mit ihren unterschiedlichen Bikes

um auch die unterschiedlichsten Trainingsmöglichkeiten war zu nehmen.


Auf jeden Fall steht immer und zu jeder Zeit bei allen Fahrern der Spaß beim gemeinsamen `Trainfahren´ oder Tricks üben an erster Stelle.

Die richtige Wahl erspart viel Qual

  

Wer sich ein Mountainbike kaufen möchte, tut gut daran sich vorher hinzusetzen und darüber nachzudenken wie und in welchen Gelände das MTB genutzt werden soll. Soll es garnicht gefedert sein oder nur die Gabel oder vorne und hinten, 26 Zoll Reifen oder lieber doch die ganz grossen 29 Zoll?


Es gibt nicht eins für alles und nix schlimmeres als unter umständen viel Geld für ein MTB auszugeben und es nicht so nutzen zu können wie ihr es wollt. Bergauf fahren macht mit ein schweren Downhill Bike echt kein Spaß und es frustriert noch mehr mit ein Allmountain Bike vor ein tollen Sprung zu stehen und den nicht Springen können weil ihr das falsche Bike habt.


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Wenn ihr waghalsige Sprünge, Tricks und Airtime mögt und hoch hinaus wollt, ist ein Dirtbike oder Slopestyle Bike die Wahl. Wollt ihr auch gerne mal rasante, spannende kleine Rennen zu viert fahren kommt ein Slopestyle Bike eher in betracht.

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Ihr habt eher Lust jede Menge Kilometer auf unbefestigten Wegen zu machen? 

Dann ist ein Cross Country Bike das richtige.

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Soll es in den bewaldeten seichten Bergen gehen wo es gilt die ersten Höhenmeter zu erklimmen um dann wieder über Wurzeln, Stock und Stein Bergab zu fahren? Bitte schön, das Allmountain ist genau dafür gemacht und euer Gefährt welches all das ermöglicht.

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Ihr seid schon ein Schritt weiter, das Gelände ist steiler, ruppiger,

es gibt ein Bikepark mit Wurzelfelder und Sprünge in der Nähe und habt trotzdem vor

etliche Kilometer zu fahren?

Es sollte ein Enduro Bike mit ordentlich Federweg demnächst in der Garage stehen um all das zu Meistern.

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Wenn ihr bei allem bisher gesagt habt, „Ne, es ist nicht das was ich will. Ich mag es lieber noch Steiler, ruppiger, die Sprünge größer und weiter. Ich will in einem Bikepark Gas geben“,

dann muss ein Freeride Bike dein Eigen sein.

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Seid ihr immer noch unzufrieden und es wartet ein 4 Meter hoher Drop, Steinfelder die wie eine unaufgeräumte Baustelle wirken, Wurzelfelder die eher wie ein Wald nach ein Orkan aussehen auf euch?

Steigt auf einen Downhill Bike und habt Spaß mit all dem was ihr euch traut.


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Es ist wirklich nicht einfach zu wissen was man will, der Trend geht eher auch zum 2. oder 3. Rad.

Es gibt auch, so glaube ich, keinen der gleich mit einen Downhiller nach Hause kam und sagte: „Ich mach das jetzt“. Der Wunsch nach mehr, höher, schneller und weiter ist ein fließender Prozess der mit zunehmenden Alter oder Gedankenwandlung auch ein Rückwärtsgang haben kann.


Es bedarf für Neuanschaffungen einige Überlegungen und genau so sollte auch überlegt werden ob ein alter Treuer Wegbereiter verkauft werden soll.


Wenn ihr euch erstmals ein Bike kauft, denkt bitte auch an alle notwendigen Schützer die für die unterschiedlichsten Bikekategorien empfohlen werden oder nötig sind.

Näheres zu dem Thema findet ihr im natürlich auch auf unserer Page.

Helm und Schützer sehen auf jeden Fall besser aus als ein Verband.


Eins muss noch gesagt werden . . .